Madagaskar- und Aldabra-Expedition: Unser erster Tag in Toliara, Madagaskar
Heute Morgen sind wir in Toliara angekommen, das im Südwesten Madagaskars liegt. Es ist die Hauptstadt der Region Atsimo-Andrefana und wurde 1895 gegründet. Vor der Küste befindet sich ein Barriereriff, das eine der wenigen natürlichen Buchten im Süden Madagaskars bildet. Die Stadt hat 150.000 Einwohner, im Umland leben etwa 600.000 Menschen.
Heute besuchten wir ein Arboretum, ein Mangrovenreservat und den Reniala-Wald (ein Stachelwald).
Wir waren dankbar für die Bewölkung heute, da die Temperaturen bei über 80 lagen und die Luftfeuchtigkeit erdrückend hoch war. Wir lernten das madagassische Wort für „sich langsam bewegen“ (mora mora) kennen – oder wie wir es nennen würden: „Inselzeit“. Bei dieser Luftfeuchtigkeit verlangsamt sich alles.
Die Fahrt durch die Stadt war ziemlich faszinierend. Überall waren Menschen, die in ihren kleinen Läden entlang der Straße Waren verkauften, und Menschen, die spazierten, sich unterhielten und Fahrrad fuhren. Unser Reiseleiter erzählte uns, dass es in der Stadt über 10.000 Rikschas gibt.
Sie waren überall! Da es nur sehr wenige Autos gab, schien dies neben dem Gehen und Radfahren das bevorzugte Fortbewegungsmittel zu sein.
Zunächst fuhren wir zum Antsokay-Arboretum, das der Schweizer Botaniker Hermann Petignat gegründet und in dem er über 900 Pflanzenarten gesammelt hatte.
„Pachyderm“, weil die großen Stämme wie Elefantenbeine aussehen. Wer hätte das gedacht!
Wir haben auch Schlangen gesehen…
und Eidechsen, Landschildkröten…
Vögel…
und ein wirklich erstaunliches Chamäleon.
Anschließend fuhren wir mit Kleinbussen zum Honko-Mangrovenreservat, einem Gemeinschaftsprojekt zum Schutz und zur Wiederbelebung der Pflanzen- und Tierwelt der Mangroven. Mangroven sind verschiedene Pflanzen, Bäume und Sträucher, die im Brackwasser entlang der Küste wachsen. Sie vertragen Salzwasser und haben sich an den täglichen Gezeitenwechsel angepasst.

Früher wurden die Mangrovenwälder von den Einheimischen abgeholzt, um Holzkohle herzustellen. Seit der Gründung dieses Naturschutzgebiets wurden fast 50 % des Waldes wieder aufgeforstet. Unser Führer war der Projektleiter und kannte sich sehr gut mit den verschiedenen Mangrovenarten aus. Außerdem beobachteten wir rote und blaue Krabben im Sumpfgebiet, in dem die Mangroven wachsen.
Dies ist zugleich ein Lemuren-Schutzgebiet und ein Rehabilitationszentrum. Lemuren sind auf Madagaskar heimisch. Sie sind klein, haben lange Schnauzen, große Augen und sehr lange Schwänze. Das Reservat nimmt domestizierte Lemuren auf, wo sie rehabilitiert und schließlich wieder in die Wildnis entlassen werden.

Ein toller erster Tag in Madagaskar.
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