Madagaskar- und Aldabra-Expedition: Erkundung des Tsimanampetsotsa-Sees und von Andavadoaka
Am frühen Samstagmorgen gingen wir vor Anker und machten uns mit der ersten Gruppe von Zodiacs auf den Weg. Man hatte uns gewarnt, dass es eine „nasse“ Landung werden würde, und das war kein Scherz. Eine Monsterwelle brandete heran und schwappte komplett über das Zodiac hinweg, sodass ich, zwei weitere Passagiere und der Fahrer völlig durchnässt wurden. Wir waren alle bis auf die Haut durchnässt. Es war ziemlich lustig und erwies sich tatsächlich als eine Art Segen, da es sehr heiß war. Die Verdunstungskühlung fühlte sich in den etwa 15 Minuten, die ich zum Trocknen brauchte, ziemlich angenehm an.
Wir stiegen in Geländewagen und machten uns auf den Weg zum Tsimanampetsotsa-Nationalpark. Der dortige See wird durch unterirdisches Meerwasser gespeist, sodass er, obwohl er meilenweit im Landesinneren liegt, immer salzig ist. Aufgrund der Tageszeit, der Wolkendecke, der geringen Tiefe und der hellen Farbe des Schlamms und des Sandes wirkte der See weiß. Wir sahen eine kleine Schar Flamingos auf dem Wasser.

Wir wanderten hinauf zu einem schönen Aussichtspunkt und dann weiter auf einem Rundweg, der uns an einer unterirdischen Höhle, einem 3.000 Jahre alten Affenbrotbaum und einem atemberaubenden Banyanbaum vorbeiführte, der um eine eingestürzte Höhle herum und hinab in diese hineinwuchs. Außerdem haben wir eine Schildkröte gesichtet.

Danach machten wir uns auf den Weg zurück zu den Zodiacs. An diesem Abend hatten wir ein wirklich gemütliches Abendessen. Zu neunt saßen wir an einem großen runden Tisch in einem asiatischen Restaurant und genossen gemeinsam leckeres Essen und angeregte Gespräche.
Am nächsten Tag erkundeten wir Andavadoaka und gingen an Land, um mit einem von Zebus gezogenen Wagen die dortigen Affenbrotbäume zu besichtigen. Die Fahrt war holprig und verrückt, hat aber unglaublich viel Spaß gemacht.

Die Bäume sehen einfach unglaublich aus. Einige von ihnen waren von Bakterien befallen, die ihrer Rinde ein sehr psychedelisches Aussehen verliehen. Während wir zwischen den Bäumen umherwanderten, kühlte sich der Zebu an einer Wasserstelle ab und knabberte etwas Gras.

Ein paar Bäume, die schon seit dem 15. Jahrhundert stehen

Wir kehrten zum Schiff zurück und machten uns rechtzeitig für die tägliche Besprechung fertig. Ein Gastmusiker trat mit zwei Liedern auf – er war großartig. Wir aßen schnell zu Abend und bereiteten uns dann auf unseren langen Ausflug am nächsten Tag vor.
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