Ein Tag voller Wunder auf dem Mekong
Kurz nach Thanksgiving, während eines Besuchs in Südvietnam, stiegen 18 von uns vom Schiff in My Tho an Bord der „Aqua Mekong“ und bereiteten uns auf ein mehrtägiges Abenteuer entlang des Mekong vor. Mit Platz für 40 Passagiere bot das Schiff reichlich Platz für unsere Gruppe.
An einem Nachmittag stiegen wir in die „Skiffs“ des Bootes und machten uns auf den Weg zur Insel Binh Thanh, die für ihre Grasmattenweberei bekannt ist. Auf der Insel gibt es sieben Dörfer mit insgesamt etwa 21.000 Einwohnern. Die Matten werden von Hand aus Flussschilf und Wasserhyazinthen geflochten, die beide in dem warmen, feuchten Klima üppig wachsen.
Auf unserem Weg den Kanal hinunter zum Dorf sahen wir Wasserhyazinthen hinter Bambusstangen wachsen, an denen Netze befestigt waren, um zu verhindern, dass sie in die Wasserwege treiben.

Auf dem Fluss herrschte reges Treiben, denn dort fuhren Boote, die mit Waren beladen waren und auf dem Weg zum Markt waren.


Versteckt zwischen diesen riesigen Schiffen hatten wir das Glück, mitzuerleben, wie eine Familie ein kleines schwimmendes Denkmal für einen geliebten Menschen zu Wasser ließ. Es war eine sehr bewegende Szene.

Als wir im Dorf ankamen, bahnten wir uns einen Weg durch das schlammige Ufer, um einen kurzen Hügel hinaufzusteigen und unseren Besuch bei verschiedenen Webern zu beginnen.

Auch wenn es interessant war zu sehen, wie die Matten und Körbe geflochten wurden, wurde unsere Aufmerksamkeit von den vielen Kindern in Anspruch genommen, die um uns herumschwirrten. Einer der Bewohner hatte dem Reiseleiter ein paar kleine Geschenke zum Verteilen gegeben, und als er die Tasche öffnete, wurde er regelrecht überrannt.

Während die meisten Kinder auf eine Leckerei aus waren, gab es ein kleines Mädchen, dessen Aufmerksamkeit ganz auf das faszinierende Bild von sich selbst in der Kamera eines Bewohners gerichtet war. Auch andere wurden bald von der Kamera angezogen und wollten unbedingt ihr strahlendes Lächeln zeigen.


Bald war es Zeit, zu den Booten und zur „Aqua Mekong“ zurückzukehren. Auf dem Weg machten wir Halt bei einer der vielen Fischzuchtanlagen, und unser Reiseleiter sprang auf die schwimmende Plattform, um etwas Futter hineinzuschütten und die roten Karpfen in Aufruhr zu versetzen. Innerhalb von Sekunden schäumte das Wasser vor lauter Fischen, die um das Futter wetteiferten.

Zurück an Bord der Mekong verbrachten wir einen weiteren unterhaltsamen Abend mit unseren Mitreisenden. Morgen würde es wieder früh losgehen, da wir ein Vogelschutzgebiet besuchen wollten.
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