Ein besonderes Konzert der vielversprechendsten jungen Talente Nordkoreas
Während unseres Aufenthalts in Nordkorea hatten wir das Vergnügen, den Palast der Schulkinder zu besuchen, wo uns eine Sonderführung und eine exklusive Aufführung erwarteten. Der Palast soll als Ort dienen, an den Parteimitglieder ihre Kinder schicken können, um ihnen außerhalb des regulären Schulunterrichts zusätzliche kulturelle Bildung zu vermitteln. Vor der Schule stand eine Bronzestatue, die einen der Kims darstellte.

Bei unserer Ankunft hatte unsere Reiseleiterin uns gedrängt, das Tempo zu beschleunigen, da sie wollte, dass wir einige der Kinder noch vor ihrem Auftritt beim Training beobachten konnten. Dieser „Palast der Schulkinder“ wurde vor vielen Jahren gegründet, um die künstlerische Bildung bestimmter Kinder zu fördern. Wir wurden von einem etwa 8-jährigen Mädchen begrüßt, das uns eine sehr gut einstudierte Begrüßungsrede vortrug. Als sie für die Übersetzung inne hielt, war es, als hätte man einen Knopf gedrückt: Sie hielt kurz inne und fuhr erst wieder fort, nachdem die englische Übersetzung übermittelt worden war.

Anschließend besuchten wir mehrere Räume, in denen Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren Klavier spielten, handarbeiteten und verschiedene Musikinstrumente spielten.



Nach unseren Besuchen in den Klassenräumen wurden wir in den Saal geführt, wo die Hauptvorstellung stattfand. Später erfuhren wir, dass es sich bei den Kindern, die wir gesehen hatten, eigentlich um Schüler der „zweiten Reihe“ handelte, doch davon war nichts zu merken. Der Gesang war kraftvoll und energiegeladen, und alle schienen eine enorme Selbstsicherheit auszustrahlen. Von Lampenfieber oder schüchternen Kindern war hier nichts zu spüren.


Ein kleiner Junge stahl allen die Show, indem er gleichzeitig auf die Trommel schlug und seinen Hut herumwirbelte.

Das Talent, das wir dort gesehen haben, war großartig, doch später erzählte uns unsere koreanische Freundin, die mit auf der Reise war, dass diese Kinder irgendwann auf den Bauernhöfen arbeiten müssten, da in einer kollektivistischen Gesellschaft jeder seinen Beitrag leisten müsse. Sie hoffte, dass es diesem einen kleinen Jungen vielleicht gelingen würde, da herauszukommen, aber es gab keine Garantien.
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