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Danzig, Polen

Beeindruckende Burgen und eindringliche Friedensbotschaften in Danzig, Polen

Heute Morgen sind wir in Danzig, Polen, angekommen – an einem kühlen, trüben und frostigen Tag. Trotz des Regens waren viele Einheimische unterwegs, um uns in ihrem Land willkommen zu heißen … eine herzliche Gruppe.

Vor der Hafeneinfahrt befindet sich ein riesiges Denkmal, das als Westerplatte-Denkmal bekannt ist.

Das Denkmal würdigt die Verteidigung der polnischen Küste sowie die Seeschlachten des Zweiten Weltkriegs, an denen polnische Matrosen und Soldaten teilnahmen.

Laut unserem heutigen Reiseleiter ist Danzig für drei Dinge bekannt. Erstens war Danzig die erste Stadt, die im Zweiten Weltkrieg bombardiert wurde. Zweitens ist die Stadt für ihren Bernstein- und Salzabbau bekannt, und drittens ist Danzig die Wiege der Solidarność-Bewegung und Schauplatz der dramatischen Arbeitskämpfe in den Werften unter Lech Wałęsa, die schließlich zum Sturz der kommunistischen Regime in ganz Europa führten.

Heute haben wir die Burg Malbork besichtigt, die etwa eine Stunde von Danzig entfernt liegt. Der Bau wurde 1274 vom Deutschen Orden begonnen, einem katholischen Orden, der gegründet wurde, um Christen während der Kreuzzüge auf ihren Pilgerreisen ins Heilige Land zu unterstützen. Malbork ist die größte Burg der Welt. Es ist ein unglaublich schönes gotisches Bauwerk mit sehr markanten roten Ziegeln. Es müssen Milliarden von Ziegeln sein. Fotos werden der tatsächlichen Größe des Bauwerks nicht gerecht.

Es handelt sich um ein faszinierendes Bauwerk, das umso beeindruckender ist, als es im Zweiten Weltkrieg zu etwa 50 % zerstört wurde. Der Wiederaufbau wurde durch finanzielle Unterstützung der polnischen Regierung in Verbindung mit Mitteln aus der Europäischen Union nach dem Beitritt Polens ermöglicht.

Dieser Ort ist ein interessantes Labyrinth aus Räumen, Treppen und Gängen. Besonders einer der Türme des Schlosses hat uns als faszinierendes Meisterwerk der Ingenieurskunst beeindruckt.

Die Außenseite des Turms ragt über den Graben hinaus, der die gesamte Burg umgab. Wir betraten die Burg über die Zugbrücke, die den Graben überspannte. Genau wie im Film!

An den Wänden befinden sich „Löcher“ in Holz oder Stein, die ihnen als Toilette im Innen- und Außenbereich dienten.

Auch das Heizsystem des Schlosses war faszinierend. Unterhalb des ersten Stockwerks befand sich eine Ebene, in der Brennholz verbrannt wurde, wodurch Steine in den darunterliegenden Bereichen erhitzt wurden. Die Wärme der Steine stieg dann durch ein ausgeklügeltes Rohrsystem in die darüberliegenden Stockwerke auf und sorgte so in den Wintermonaten für die dringend benötigte Wärme.

Auf dem Rückweg zum Schiff sahen wir Störche und ihre jungen Nachkommen in RIESIGEN Nestern, die zwischen den Häusern verstreut waren.

Diese Störche ziehen in den Sommermonaten aus Afrika hierher und gelten in Polen als Symbol für Fruchtbarkeit und Wohlstand.

Dieser Abend war eine unglaubliche Ehre für das Schiff. Der ehemalige polnische Präsident und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa hielt eine Rede, beantwortete Fragen und nahm an einem Empfang an Bord teil. Das Schiff hat bereits zahlreiche Nobelpreisträger zu Gast gehabt, doch dies war ein ganz besonderes Highlight.

Heute Abend haben wir einen energiegeladenen und begeisterten Mann kennengelernt. Er sprach auf sehr bescheidene und selbstironische Weise über seine Erfolge und machte seine bescheidenen Anfänge zu seiner Stärke.

Er erschien in seinem charakteristischen T-Shirt mit der Aufschrift „Konstytucja“ (polnisch für „Verfassung“) als Symbol für den politischen Kampf in seiner Heimat gegen die populistische Regierung. Dasselbe T-Shirt trug er bereits 2018 bei der Beerdigung von Präsident H. W. Bush.

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