Zum Hauptinhalt springen

Insel St. Helena

Erkundung des mittleren Atlantiks: Entdeckung der Inseln Ascension und St. Helena

Seit wir den Senegal verlassen haben, haben wir auf unserer Reise nach Süden in Richtung Kapstadt doppelt so viel Zeit auf See wie an Land verbracht und dabei zwei abgelegene Inseln besucht, die etwa auf halbem Weg zwischen Brasilien und Afrika liegen. Die Inseln Ascension und St. Helena sind beide britische Überseegebiete und gehören zweifellos zu den ungewöhnlichsten Gemeinschaften, die wir je besucht haben. Seltsamerweise waren wir bereits einmal hier und gehörten zu den wenigen Wiederbesuchern an Bord.
Auf Ascension waren wir erneut erstaunt über die Vielzahl an Antennen (ich bin mir sicher, dass es mehr Antennen als Menschen gibt) und Hochsicherheitsanlagen, darunter eine Landebahn auf dem hier ansässigen Stützpunkt der US-Luftwaffe, die groß genug gebaut wurde, um bei Bedarf das Space Shuttle landen zu lassen. Auf Ascension gibt es keine Einwohner – nur etwa 800 Auftragnehmer (hauptsächlich Wissenschaftler) dürfen hier außerhalb der Stützpunkte der amerikanischen und britischen Luftwaffe leben. Diejenigen, die hier leben, haben oft mehrere Berufe – Polizeibeamter, Gerichtsschreiber, Hobbyhistoriker und so weiter. Besucher benötigen ein Visum.
Die Landschaft des Ortes wirkt unheimlich – praktisch die gesamte Insel besteht aus Lava – teils rote Asche, teils schwarzer Stein –, aber alles ist staubig und nahezu baumlos. Selbst der Golfplatz (der stolz behauptet, der schlechteste der Welt zu sein) ist fast graslos. Es gibt hier jedoch einige recht interessante Tiere – Landkrabben, die sehr groß werden, hier geborene Meeresschildkröten, die alle zwei bis drei Jahre aus Brasilien zurückkehren, um ihre Eier abzulegen, sowie verschiedene Vogelarten, darunter eine beträchtliche Kolonie von Rußseeschwalben(siehe Foto unten), diesich als recht neugierig erwiesen.

Und dann – Überraschung! – auf dem Gipfel des höchsten Berges – der treffend „Green Mountain“ genannt wird – befindet sich ein regelrechter Wald aus vielen verschiedenen eingeführten Baumarten – eine schattige Oase der Ruhe vor Hitze und Staub –, in dem Wissenschaftler endemische Pflanzen züchten, die noch vor wenigen Jahren als ausgestorben galten. Auch die Aussicht war beeindruckend.
Wir hatten noch einige Tage auf See, bevor wir St. Helena erreichten, das vor allem als Napoleons letzter Exilort bekannt ist. Auch wenn die Insel bei der Anfahrt ebenso bedrohlich wirkt, ist sie in Wirklichkeit ein freundlicher Ort mit vielfältigen Freizeitmöglichkeiten.

Oben ist ein herzförmiger Wasserfall zu sehen, der etwa 300 Fuß hoch ist – ein wunderschöner Anblick, auch wenn gerade kein Wasser herabstürzte.

Der Golfplatz hier ist deutlich grüner und besser bespielbar – und bot zudem einen sehr schönen Anblick auf endemische Drahtvögel, von denen es angeblich nur noch weniger als 300 bis 500 Exemplare gibt. Napoleons Longwood House, umgeben von Agapanthus-Pflanzen, die so groß sind wie ich, war voller interessanter historischer Erinnerungsstücke und Kunstwerke, und die Residenz des Gouverneurs, das sogenannte Plantation House, beherbergt stolz einen Tennisplatz und zwei Aldabra-Riesenschildkröten, Jonathan und David. Jonathan soll 182 Jahre alt sein.

Die Jakobsleiter – eine schwindelerregende Treppe mit 699 Stufen – stellte selbst für die Fittesten eine Herausforderung dar, obwohl offenbar einer unserer jungen Bewohner die Strecke in weniger als 10 Minuten bewältigt hat.

Wir verbrachten einen Teil des Abends mit Vertretern der Inselverwaltung, darunter der amtierende Gouverneur, der oberste Verwaltungsbeamte, der Chefökonom und der Finanzdirektor, und erfuhren, dass die Insel jährlich auf Subventionen aus Großbritannien in Höhe von etwa 30 Millionen Dollar angewiesen ist, sich aber nach Selbstversorgung sehnt. Die rund 4.000 Einwohner bezeichnen sich selbst als „Saints“. Es ist schwer vorstellbar, in einer Gesellschaft zu leben, die so isoliert ist, dass der Flugverlauf des wöchentlichen Fluges aus Johannesburg im Radio gemeldet wird, doch die „Saints“ scheinen ihr Leben zu lieben und möchten nirgendwo anders leben.

Zum Abschluss dieses Reiseberichts gibt es noch eine einfach umwerfend schöne Aufnahme des Schiffes vor der Boatswain-Bird-Insel bei Ascension (mit freundlicher Genehmigung eines Mitbewohners).

Möchten Sie mehr erfahren?

Finden Sie heraus, ob das Leben an Bord The World das Richtige für Sie ist. Sprechen Sie noch heute mit einem unserer Wohnberater, um mehr über diesen einzigartigen Lebensstil, Details zu bevorstehenden Reisen und Expeditionen sowie Möglichkeiten zum Erwerb von Eigentumsanteilen zu erfahren.

Zurück zum Anfang