The World„Antarktis-Reise: Eisbergfriedhöfe und Pinguin-Schwimmer“
Am Tag nach Weihnachten befanden wir uns wieder in der Gerlache-Straße, wo wir vor der Cuverville-Insel vor Anker gingen. Eines der Mitglieder des Expeditionsteams hatte vor einigen Jahren drei Sommer lang hier verbracht, um für ihre Doktorarbeit Forschungen über Pinguine durchzuführen. Wir hatten hier bereits 2010 Halt gemacht, und meine schönste Erinnerung daran ist die Rutschpartie den eisigen Hügel hinunter.
Heute waren wir mit dem Geologen im Zodiac unterwegs und unternahmen eine 30-minütige Tour zu den Eisbergen, die faszinierend war. Er bezeichnete dieses Gebiet als den „Friedhof der Eisberge“. Sie sammeln sich in dieser Bucht an, aus der es keinen Ausweg gibt. Eines der ersten Dinge, die wir sahen, war ein großer Eisberg, der gerade anfing zu „rollen“ – was durch Wind und Wasserbewegung geschieht. Die linke Seite senkte sich für einige Sekunden langsam ab und richtete sich dann wieder auf. Wären wir näher dran gewesen, wäre das ziemlich beängstigend gewesen.
Während wir weiterfuhren, erzählte er uns von den Linien auf dem Eis, die darauf hindeuten, dass dieser Teil im Wasser gelegen hatte, und von den „Muschel“- und „Wellen“-Mustern auf der Oberfläche, die entstanden waren, als das Eis unter Wasser war. Ein großer Teil (manchmal bis zu 90 %) der Eisberge liegt unter Wasser.
Als wir heute am Strand abgesetzt wurden, lautete die Anweisung, nicht nach links zu gehen. Dort wurden viele der Forschungsarbeiten durchgeführt, und die Wissenschaftler versuchen nun, die Auswirkungen des menschlichen Einflusses auf die Pinguine zu ermitteln. Daher werden die Kolonien auf der linken Seite von den Besuchern ferngehalten, während sich die auf der rechten Seite offenbar sehr wohl dabei fühlen, wenn Menschen um sie herumlaufen.

Der Expeditionskameramann, der die Pinguine filmt

Zurück zum Schiff für die Begrüßungs-Heiße Schokolade und anschließend Mittagessen bei Fredy’s. Danach machte ich meinen täglichen Spaziergang allein.
Am Nachmittag stand eine weitere Zodiac-Tour auf dem Programm, also machten wir uns mit dem Sicherheitsmitarbeiter auf den Weg. Der Himmel verdunkelte sich, aber wir wurden mit dem Anblick von Pinguin-„Flotten“ belohnt – das sind Gruppen, in denen die Pinguine gemeinsam auf Nahrungssuche schwimmen.

Der Strudel im Wasser entsteht durch die „raftenden“ Pinguine
Etwas weiter sah jemand eine Gruppe von Robben, die auf ein paar „Eisbrocken“ lagen.
Das sind die recht häufig vorkommenden „Krabbenfresser“.
Auf dem Rückweg zum Schiff hatten wir einen tollen Blick darauf, wie es hinter einem riesigen Eisberg hervorschaute.
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