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Spazierende Mönche und zappelnde Meeresfrüchte in Busan, Südkorea

Unsere Reise von Japan nach Südkorea wurde durch die Auswirkungen des Taifuns Phanfone etwas verzögert, doch wir kamen an einem sonnigen, wenn auch windigen Morgen sicher in Busan an.
Unser Referent an Bord von der Stanford University hatte uns bereits einiges über die Geschichte der koreanischen Halbinsel vermittelt, und heute sollten wir verschiedene Aspekte der Kultur kennenlernen. Wir begannen mit einer etwa einstündigen Fahrt außerhalb der Stadt, vorbei an riesigen Wohnhochhäusern und dem fünftgrößten Containerhafen der Welt.

Unsere erste Station war der Beomeosa-Tempel, ein weitläufiger Komplex, der vor über 1.300 Jahren während der Silla-Dynastie erbaut wurde. Es gibt sieben Tempelflügel, doch unser Besuch konzentrierte sich auf die Haupttempel und ihre verschiedenen Tore. Auf unseren Reisen haben wir gelernt, dass es zu diesen heiligen Stätten immer ein Stück zu laufen ist, da sie auf einer Anhöhe liegen, um sicherzustellen, dass die „Pilger“ ausreichend gereinigt sind, wenn sie den Tempel schließlich betreten. Der Weg war jedoch sehr beeindruckend, und als wir das erste Tor erreichten, wurden wir von wunderschöner, kunstvoller Architektur und Statuen empfangen.

Im Inneren des Palastes sahen wir noch einige weitere Darstellungen der Symbole des Glaubens, wie zum Beispiel die unten abgebildete Figur, die eine Lotusblume in der Hand hält.

Während wir im Innenhof den Erklärungen des Führers lauschten, schlenderte eine Gruppe von Mönchen auf uns zu, als kämen sie gerade von einer Versammlung.

Als wir den letzten Tempel betraten, war niemand dort, der betete, sodass wir ein paar Fotos von dem leeren Raum machen durften.

Unsere nächste Station war der Friedhof der Vereinten Nationen, der einzige seiner Art weltweit. Dort ruhen die sterblichen Überreste von 2.300 Soldaten, die während des Koreakriegs unter der Schirmherrschaft der UNO gekämpft haben. Wir besuchten eine Gedenkhalle, in der einige Ausstellungsstücke sowie Fotos der Soldaten zu sehen sind, und sahen uns anschließend ein sehr gut gemachtes Video über die Geschichte des Friedhofs an. Zum Abschluss spazierten wir zwischen einigen der Gräber umher.

Nach unserem sehr feierlichen Spaziergang über den Friedhof war der Nachmittag fast vorbei, doch wir hatten noch einen weiteren Halt vor uns. Ein Besuch auf dem Jagalchi-Fischmarkt führte uns durch eine Reihe schmaler Gassen, in denen Händler alle möglichen Meeresfrüchte anboten. Wir haben noch nie so viel Fisch und so viele verschiedene (und einzigartige) Sorten gesehen!

Als Nächstes betraten wir das Gebäude, das sich wohl über zwei oder drei Stadtblöcke erstreckte. Hier befanden sich all die Meeresfrüchte, von denen viele noch lebten, da die Koreaner die kleinen Tintenfische gerne essen, solange sie sich noch winden. Es war sehr sauber, und überall floss Wasser, das die Fische mit Sauerstoff versorgte.

Zum Glück war es von hier aus nur noch eine kurze Fahrt zurück zum Schiff, wo es zum Abendessen Hamburger gab!

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