Private Führung und Konzert in der Eremitage und im Theater in St. Petersburg
Nach unserem ersten Erkundungstag in St. Petersburg kehrten wir gegen 16:30 Uhr zum Schiff zurück und nahmen schnell ein frühes Abendessen zu uns, da wir uns um 18:00 Uhr erneut treffen mussten, um einen Abend in der Eremitage zu verbringen – mit einer Führung nach Feierabend und einem Konzert im Privattheater von Katharina der Großen.
Die Eremitage ist ein Komplex aus fünf Gebäuden, zu denen auch der Winterpalast gehört, eine ehemalige Residenz der russischen Zaren, und beherbergt mehr als drei Millionen Kunstgegenstände – von denen viele nicht ausgestellt sind.

Man sagt, wenn man sich jedes einzelne Exponat 5 Sekunden lang ansehen würde, würde man über 25 Jahre brauchen, um den gesamten Rundgang durch das Museum zu absolvieren. Wirklich unglaublich ist, dass, als die Nazis im Zweiten Weltkrieg Russland überfielen, über 2 Millionen Exponate verpackt und nach Osten gebracht wurden, um zu verhindern, dass sie von den Deutschen geplündert würden. Die Eremitage beherbergt zudem die weltweit größte Gemäldesammlung.

Wir waren vor etwa fünf Jahren schon einmal in der Eremitage, allerdings nicht nach Feierabend, und wir können euch versichern: Der Andrang war entsetzlich. Es war ein wahrer Genuss, die Ausstellung zu besichtigen, ohne dass sich Tausende von Menschen darum drängten, dieselben Exponate zu sehen.

Eines der Highlights war es, das Aufziehen der berühmten Pfauenuhr zu beobachten – ein riesiges, kunstvoll verziertes Uhrwerk aus dem Jahr 1777, das Katharina der Großen geschenkt wurde. Wenn die Uhr in Gang gesetzt wird, bewegen sich die Tiere, und besonders beeindruckend ist, wie der Pfau seinen Kopf bewegt und seine goldenen Flügel ausbreitet.

Es war phänomenal. Als wir das letzte Mal hier waren, konnten wir es durch die Menschenmassen kaum erahnen.
Außerdem konnten wir den Thronsaal und zahlreiche Werke von Rembrandt, Rubens und anderen bewundern…

Anschließend fand in der Lobby des Hermitage-Theaters ein Champagnerempfang statt, gefolgt von einem Vortrag über die Geschichte des Museums während des Zweiten Weltkriegs und die umfangreichen Bemühungen, dessen Bestände zu bewahren.
Das Staatliche Russische Orchester spielte für uns sieben Stücke auf traditionellen russischen Instrumenten wie Domras, Balalaikas und Guslis sowie weiteren traditionellen Instrumenten.

Die russische Volksmusik war lebhaft und zugleich vielschichtig.
Es war ein zauberhafter Abend und ein ganz besonderes Vergnügen, im Lieblingstheater von Katharina der Großen unterhalten zu werden.
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