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In Antwerpen gibt es viel zu entdecken und zu lieben

Es erscheint seltsam, dass wir bereits drei Tage in Antwerpen waren, die Stadt aber noch gar nicht erkundet hatten. Aber so ist das eben, wenn man einen ganzen Tag mit Golfspielen und einem Ausflug nach Brügge verbringt.
Also schlossen wir uns am dritten Morgen gegen 10 Uhr ein paar Freunden an und spazierten durch die Altstadt. Antwerpen scheint vor allem für den Diamantenhandel bekannt zu sein, aber es gibt dort auch wunderschöne Gebäude und eine lange Geschichte bedeutender Maler wie van Dyck, Pieter und Jan Brueghel sowie Pieter Paul Rubens.
Einige weitere interessante Fakten, die wir während unseres Aufenthalts erfahren haben:

  • In der Stadt befindet sich einer der ältesten Zoos der Welt
  • Gin soll sich aus dem Jenever oder „Dutch Courage“ entwickelt haben, da britische Soldaten ihn tranken, um ihre Nerven zu beruhigen, bevor sie während des Achtzigjährigen Krieges in Antwerpen gegen die Spanier kämpften.
  • Jedes Jahr werden hier zwischen 80 und 90 % der Rohdiamanten und 50 % der geschliffenen Diamanten gehandelt.
  • Die weltweit erste gedruckte Zeitung erschien vor etwa 400 Jahren in Antwerpen
  • Der Name und das Symbol für den Euro wurden von Belgien vorgeschlagen
  • Belgische Waffeln wurden auf der Expo 58 in Brüssel als „Bel-Gem-Waffel“ vorgestellt.
  • Die Bierbranche floriert hier mit mehreren hundert lokalen Marken. Interessanterweise hat jedes Bier sein eigenes Glas, sodass es leicht zu erkennen ist.

Unser Hauptziel heute war der Bahnhof, der als einer der schönsten der Welt gilt. Die Straßen waren sehr ruhig, als wir dort entlanggingen, und wir sahen, wie einige Geschäfte für den Tag öffneten.

Rathaus von AntwerpenDas Rathaus
Antwerpen-BrotFrisch aus dem Ofen
Antwerpener DomEin Blick auf die Kathedrale
Antwerpener Dom-2Und noch eine Ansicht der Kathedrale
Antwerpen-DekorationInteressante Gebäudeverzierungen

Antwerpen-Dekoration-2

antwerpen-bahnhof-1Der Bahnhof mit seiner markanten Kuppel
antwerpen-bahnhof-innenansicht-1Innenansichten

Antwerpen-Bahnhof-Innenansicht-2
Wahrscheinlich wegen der Pracht des Gebäudes hatte ich erwartet, dass schnaufende Dampflokomotiven elegante Waggons in den Bahnhof ziehen würden, und war daher etwas überrascht, als ich sah, dass der gesamte Zugbestand aus schnittigen Elektrozügen bestand.

Antwerpen-Zug-SchildDen römischen Ziffern zufolge wurde dieses Gebäude im Jahr 1905 errichtet.

Wir bogen von der Hauptstraße ab und schlenderten eine der Seitenstraßen entlang, die völlig menschenleer wirkte. Vielleicht waren es die Hintereingänge einiger der Diamantenhäuser, die am Wochenende offenbar nicht geöffnet sind.
Schließlich tauchten aus dem Nichts Menschenmengen auf. Es war wieder einmal Zeit, über das Mittagessen nachzudenken. Auf Empfehlung von Freunden auf dem Schiff machten wir uns auf den Weg zu einem Lokal in der Nähe des Rathauses, wo wir ein köstliches „lokales“ Mittagessen genossen. Es war eigentlich eine Art Kneipe, aber definitiv kein Touristenlokal, und wir verschlangen die flämischen Spezialitäten Rindergulasch und „Gemüsepüree mit Wurst, Speck und Zwiebelsoße“. Wie gesund ist das denn? Ach ja, im „Püree“ war Spinat drin. Dazu gab es belgische Pommes und einen Tomatensalat. Danach war kein Platz mehr für Eis!
Ich konnte gar nicht genug Fotos vom Rathaus mit den bunten Fahnen machen, und auf dem Rückweg zum Schiff entdeckten wir ein weiteres „Schloss“. Die scheinen hier überall zu sein.
Antwerpen-Gebäude
Antwerpen-Flaggen

Antwerpen-Schloss

Als wir gegen 2:00 Uhr endlich zum Schiff zurückkehrten, entschieden wir uns für ein kleines Abendessen, gefolgt von einem Besuch auf dem Pooldeck, nachdem sich einige aus unserer Gruppe kurz das Fußballfinale angesehen hatten. Es wurde für alle ein früher Abend.

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