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Eiszungen und die Rossmeer-Riviera

Einer der vielen atemberaubenden Tage während der Rossmeer-Expedition war der „Ice Tongue“-Tag. Zunächst fuhren wir die wunderschöne Campbell-Eiszunge entlang, die sich in die Terra-Nova-Bucht erstreckt. Die Sonne schien, das Wasser glitzerte, das Eis ragte hoch empor und ächzte und knarrte in der warmen Luft. Sogar die Pinguine tauchten neben uns auf, neugierig, um einen Blick auf uns zu werfen und sich gegenseitig über diese komisch aussehenden Besucher zu quäken. Der Morgen war magisch – einfach nur so neben einem Gletscher zu sein.
 



 
Den ganzen Nachmittag über fuhren wir zur riesigen Drygalski-Eiszunge hinunter – diese fast 5 Meilen breite Eiszunge, die sich mehr als 30 Seemeilen in das Rossmeer hinein erstreckte, war gewaltig und beeindruckend. Die zahlreichen kleinen Buchten, die wie Federn ausgefranst waren und überall mit wunderschönen Eishöhlen gespickt waren, machten die Reise zu einem ständigen Abenteuer – „man musste nur um die nächste Ecke schauen“. Am Ende der Zunge brach ein großes Eisstück – etwa 500 Meter lang – ins Meer ab und überraschte uns alle. Unterhalb der Drygalski-Eiszunge war das Packeis fest und erstreckte sich bis in die Ferne. Weit entfernt, über den Horizont ragend, erhaschten wir einen Blick auf die hoch aufragende Macht des Mount Erebus, unsere eigene Fata Morgana und das ultimative Wahrzeichen des Rossmeers.
 


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