Mitternachtsfahrt am Kap Roget
Unsere Ankunft in Cape Roget fiel mit dem Beginn des Phänomens der „Mitternachtssonne“ zusammen, bei dem die Sonne 24 Stunden lang ununterbrochen über dem Horizont steht oder nur teilweise darunter liegt. Daher ist die Sonne auch um Mitternacht Ortszeit noch zu sehen, und es bleibt die ganze Nacht über hell. Daher war es auch noch hell, als wir gegen 23:00 Uhr zu unserer Zodiac-Fahrt aufbrachen. Auch wenn es noch Tageslicht gibt, ist es viel sanfter und taucht die Umgebung in ganz andere Farben.
Also zogen wir uns entsprechend an und stiegen gegen 22:45 Uhr in das Zodiac, für eine Fahrt, die sich als fast 90-minütige Tour herausstellte. Es war etwas kühler als am Nachmittag, aber sehr magisch. Zunächst gab es vor der Küste riesige Wellen – zwischen sechs und neun Fuß –, was den Einstieg in das Zodiac zu einem spannenden Erlebnis machte. Aber sobald wir auf dem Wasser waren, machte es großen Spaß, auf den Wellen auf und ab zu schaukeln. Es waren zwar keine Tiere zu sehen, aber das Eis und die umliegenden Berge waren alles, was wir brauchten.



Mit einem Zodiac um die Ecke eines Eisbergs herumfahren, was verdeutlicht, wie hoch das Eis emporragt
Die Spiegelungen auf dem stillen Wasser waren spektakulär
Ein gutes Beispiel für die verschiedenen Farben des Eises

Obwohl die Sonne noch schien, war es ziemlich kalt, und nach einer Stunde auf dem Wasser wollten die meisten von uns schon wieder zurück aufs Schiff. Wir kamen gegen 00:15 Uhr zurück und hielten nicht einmal für eine heiße Schokolade an. Heute Nacht mussten wir die Uhren um eine Stunde vorstellen, sodass es schon fast 02:00 Uhr war, als wir ins Bett gingen – und draußen war es immer noch hell!
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