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Expedition nach Ostgrönland: Arktische Tierwelt im Rypefjord beobachten

Am Abend des 25. August gingen wir in einer seltenen seichten Stelle im Rypefjord vor Anker. Am nächsten Morgen brachen einige Gruppen zu tollen Wanderungen und Kajakausflügen auf, von denen aus man den Eielson-Gletscher sehen konnte, der nach dem norwegisch-amerikanischen Flieger Carl Benjamin Eielson (1897–1929) benannt ist. Im Jahr 1928 unternahm Eielson gemeinsam mit Sir Hubert Wilkins einen Pionierflug von Point Barrow in Alaska nach Spitzbergen.

„Rype“ bedeutet Schneehuhn, und tatsächlich wurden einige dieser arktischen Vögel von einigen Wanderern gesichtet. Der lateinische Name des Schneehuhns – Lagopus muta – spiegelt seine Anpassung an diese raue Umgebung wider und lässt sich grob mit „stiller Hasenfuß“ übersetzen. Die Vögel geben kaum Laute von sich und haben riesige Füße, um im tiefen Schnee laufen zu können.

Es wurden auch einige Polarhasen und eine Handvoll Vögel gesichtet, doch die eigentliche Attraktion des Tages waren die Moschusochsen. Mehrere kleine Gruppen waren über das Tal verstreut, und Dutzende von Skeletten waren zu sehen – ein Zeichen für den Jagddruck seitens des Dorfes Ittoqqortoormiit an der Mündung des Scoresby Sund.

Moschusochsen sind nach dem starken Geruch benannt, den die Männchen während der Brunft verströmen. Sie sind keine Rinder, sondern eher mit Schafen und Ziegen verwandt und gehören zu den wenigen Arten, die das großflächige Aussterben im Pleistozän überlebt haben. Ihr dichtes Fell täuscht über ihre tatsächliche Größe hinweg – sie wirken viel größer, als sie sind. Ein durchschnittliches erwachsenes Tier wiegt etwa 285 kg (630 lbs); ein scheinbar ähnlich großer Bison kann doppelt so viel wiegen. Der aktuelle weltweite Bestand wird auf 80.000 bis 125.000 Tiere geschätzt, von denen mehr als die Hälfte auf Banks Island in der westlichen kanadischen Arktis lebt.

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