Schwimmen mit Walhaien in der Cenderawasih-Bucht
Wir ankerten in der Nähe des Dorfes Kwatisore und unweit mehrerer Bagans, also Fischereiplatformen, die um ein Boot herum errichtet sind. Die Fischer leben auf diesen Plattformen und fischen etwa sechs Wochen am Stück. Da es keine Kühlmöglichkeiten gibt, halten sie den gefangenen Fisch in Netzen unter dem Bagan am Leben, während Einheimische in Booten vorbeikommen und jeden Tag einen Teil des Fangs kaufen. Die Fische in den Netzen locken Walhaie an, und um zu verhindern, dass ihre Netze zerfetzt werden, füttern die Fischer die Walhaie mit Fischresten vom hinteren Ende des Bagans.

Ich wollte schon immer einmal mit Walhaien tauchen und schnorcheln, habe es aber bis heute nie geschafft, das zu organisieren. Das sind die größten Fische der Welt, die über 60 Fuß lang werden, sich aber ausschließlich von Sardinen ernähren.
Foto mit freundlicher Genehmigung von EYOS Expeditions
Ich bin morgens hinausgefahren und habe über eine Stunde lang mit drei Walhaien an einem der Bagans getaucht. Es handelte sich dabei ausschließlich um junge Männchen, und der größte war nur etwa 25 Fuß lang. Wenn sie fressen, nehmen sie einen kaum wahr und schubsen einen einfach aus dem Weg, wenn man ihnen im Weg steht. Wir haben im Allgemeinen versucht, mehrere Yards Abstand zu halten, aber da mehrere Walhaie in einem kleinen Bereich umherkreisten, wurde man gelegentlich zur Seite gestoßen. Das war einer der Höhepunkte aller Tauchgänge, die ich je gemacht habe.

Am Nachmittag bin ich an einem anderen Bagan schnorcheln gegangen. In den ersten 15 Minuten haben wir nichts gesehen. Gerade als wir schon etwas enttäuscht waren, tauchten zwei Walhaie auf und verbrachten die nächste Stunde mit uns. Ich habe es geschafft, mit einem davon fast einmal komplett um den Bagan herumzuschwimmen und konnte mehrere Minuten lang ein gutes, durchgehendes Video aufnehmen.
Sie sind so groß, dass man selbst dann, wenn sie sich gemächlich fortbewegen, kräftig schwimmen muss, um mit ihnen Schritt zu halten. Ich kam auch nah genug heran, um die Gemeinschaft aus Remoren und anderen Aasfressern, die jedem Walhai folgen, genau zu betrachten. Wenn er sich zur Nahrungsaufnahme senkrecht in die Tiefe begibt, sieht man sie alle als Silhouetten vor seinem weißen Bauch. Es war ein fantastischer Tag. Das wollte ich schon lange einmal machen, und das Erlebnis war genauso gut, wie ich es mir vorgestellt hatte.

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