Die Insel Sumbawa – Abschluss der Borneo-Expedition
Heute war der letzte volle Tag der Borneo-Expedition. Wo ist nur die Zeit geblieben? Sumbawa gehört zur Inselkette der Sonntagsinseln und erstreckt sich über eine Fläche von fast 6.000 Quadratmeilen. Die Insel liegt im Pazifischen Feuerring, und wir konnten in der Ferne den Vulkan Tambora sehen. Er brach zuletzt im Jahr 1815 aus und forderte über 72.000 Menschenleben.
Unser heutiger Ausflug stand unter dem Motto „Sumbawa-Highlights“ und wir sollten eine Reihe kultureller Sehenswürdigkeiten besichtigen. Die erste Station war das Gelbe Haus oder „Bala Kuning“. Es wurde 1932 von den Niederländern für den Sultan von Sumbawa erbaut und wird heute von seiner Tochter bewohnt. Es dient nicht nur als Wohnhaus, sondern ist auch eine Art Museum, in dem viele Schätze des Sultans ausgestellt sind.


Da nur wenige Räume geöffnet waren, dauerte der Rundgang nicht lange. Die Leute standen Schlange, um Fotos vom Begrüßungskomitee zu machen, und dann machten wir uns auf den Weg zum alten Sultanspalast. Es handelt sich um ein sehr großes Gebäude aus Teakholz, das in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, heute jedoch nur gelegentlich geöffnet ist und keine Einrichtung besitzt. Es wurde Ende der 90er Jahre mit Mitteln der japanischen Regierung renoviert, und die Holzarbeiten sind recht schön.
Eine Außenansicht des Alten Sultanspalasts

Anschließend setzten wir unseren Weg in das kleine Dorf Pamulung fort. Auch hier wurden wir wieder von aufwendig gekleideten Frauen und kleinen Kindern begrüßt. Nachdem wir eine schmale Brücke überquert hatten, um zur örtlichen „Rennbahn“ zu gelangen, luden uns unsere Gastgeber ein, die Büffel vor dem Rennen zu begutachten und uns anschließend eine nachgestellte Hochzeitszeremonie anzusehen.

Obwohl die Damen, die an der Zeremonie teilnahmen, wunderschön und farbenfroh waren, faszinierten mich die Musiker, die sie begleiteten, noch mehr. Es waren alles ältere Männer, die in leuchtend rosa Outfits gekleidet waren und Trommeln und Hörner spielten, die ich noch nie zuvor gesehen hatte.


Bei unserem Rundgang durch das Dorf kamen wir mit vielen Menschen in Kontakt, die alle sehr gastfreundlich waren. Es war interessant, die Häuser zu sehen, die hoch über dem Boden gebaut waren und über eine Art Leiter erreicht werden konnten. Wir sahen die kleine Schule sowie die Moschee, die an diesem Freitagnachmittag voller Männer und Jungen war.
Wir hatten noch ein paar indonesische Rupiah übrig, also haben wir einen sehr hübschen Seidenstoff gefunden, den die Frauen gerade webten.

Diese kichernden Mädchen fielen uns auf, als wir das Dorf verließen
Zurück auf dem Schiff verbrachten wir einen ruhigen Nachmittag, bevor um 18:00 Uhr der letzte Expeditionscocktail stattfand. Eine halbe Stunde später begaben wir uns ins „Colosseo“ zur Premiere der Expeditions-DVD, die immer wieder großen Anklang findet. Wie immer bildete sie einen großartigen Abschluss unserer Abenteuer. Es war rundum ein toller Tag, und um Mitternacht nahmen wir Kurs auf Bali.
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