Dezember an The World
Was für ein Monat das bisher war – und er ist noch nicht vorbei. Lieblingsorte besuchen, Freunde wiedertreffen, Weihnachten feiern: Ich fühle mich ein bisschen wie dieser wirbelnde Derwisch, den wir im Nahen Osten gesehen haben.
Ach, Bermuda … aber dieses Mal mit den Tipps und der Gastfreundschaft von Einheimischen, die dort zu Hause sind. Dies ist einer jener Häfen, in denen wir mitten in der Stadt anlegen und direkt in das eintauchen, was Bermuda zu bieten hat (Foto unten: der Blick von unserem Balkon). Ein langer Spaziergang durch die weihnachtlich beleuchteten Straßen, eine Katamaranfahrt durch die Bucht, ein köstliches italienisches Abendessen und Cocktails in einem typisch bermudianischen Haus mit Blick auf den Hafen waren nur einige der Höhepunkte.

Nach Bermuda besuchten wir ein verschneites New York City, wo wir uns mehrmals mit ehemaligen Arbeitskollegen trafen – einige davon hatte ich seit 30 Jahren nicht mehr gesehen (aber wer zählt das schon?) –, und ein Abendessen in unserem Lieblingslokal mit „Moules frites“ war der Auftakt zu einer turbulenten Woche. „Cats“ (das ich noch nicht gesehen hatte und das bald abläuft), die Rockettes-Weihnachtsshow (die keiner von uns beiden je gesehen hatte), ein Geburtstagsessen im „DB Moderne“, ein Streifzug quer durch die Stadt zu unserer Lieblingserbsensuppe, Abendessen und „Die lustige Witwe“ im Lincoln Center und natürlich ein Besuch im Rockefeller Center, um den Weihnachtsbaum und die Eisläufer zu sehen. Dazu kamen noch die Feierlichkeiten auf dem Schiff, darunter die Weihnachtsbaumbeleuchtung, tägliche Auftritte von Juilliard-Studenten und ein unglaublicher Opernabend mit Renée Fleming, die in unserer prächtig geschmückten Plaza sang (dass diese Elfen alle Dekorationen auf dem Schiff in einer einzigen Nacht anbringen, während wir schlafen, ist wirklich ein Weihnachtswunder).

Dann, während der Abfahrt, bot sich uns der stets wieder beeindruckende Anblick der Freiheitsstatue, deren Krone und Fackel hell erleuchtet waren: Die Gänsehaut, die wir bekamen, war nicht nur der eisigen New Yorker Luft zu verdanken.

Nach New York reisten wir weiter nach Charleston in South Carolina. Wir hatten nur wenig Zeit in Charleston, aber es reichte aus, um uns wieder bewusst zu machen, wie sehr wir diese Stadt lieben. Zwei besondere Höhepunkte – ein Abendessen im „Husk“, wo täglich die lokalen Herkunftsorte aller auf der Speisekarte verwendeten Zutaten aufgeführt werden, und eine „Gullah“-Führung, bei der die Geschichte von Charleston aus der Perspektive der Sklaven beleuchtet wird, mit besonderem Fokus auf den Schmiedemeister Phillip Simmons und seine prächtigen Tore, die überall in den Stadtvierteln von Charleston stolz zur Schau gestellt werden.
Am Weihnachtstag, nachdem ein Bewohner auf brillante Weise dargestellt hatte, wie der Weihnachtsmann allen Kindern an Bord Geschenke verteilte, erwartete uns eine unerwartete Überraschung – ein Besuch im Kennedy Space Center. Der Besuch war äußerst unterhaltsam, informativ und bewegend. Wir durften am Schreibtisch des Startleiters stehen, von dem aus Dutzende Space Shuttles zum Flug gestartet wurden, unter und um die riesige Saturn-Rakete herumgehen und nur wenige Meter vom Shuttle Atlantis entfernt stehen, genau so, wie es nach dem letzten Shuttle-Flug aussah. Das Ausmaß der Errungenschaften des Raumfahrtprogramms und seiner unzähligen Ingenieure ist fast unfassbar, ebenso wie der Mut der Astronauten (mit einem von ihnen haben wir gestern Abend zu Abend gegessen).

Selbst in unserem eigenen Land lernen wir jeden Tag, den wir auf unserem herrlichen Schiff verbringen, dazu und entwickeln uns weiter. Wir führen ein Leben, das einfach unvergleichlich ist. Wir hoffen, dass jeder einzelne von euch ein frohes Weihnachtsfest hatte und dass das Jahr 2018 euch alles bringen wird, wovon ihr träumt.
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