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Wismar, Deutschland

Wismar, Deutschland – Ein bezauberndes Dorf, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint

Heute Morgen sind wir in Wismar angekommen, einer Stadt an der Ostsee. Es ist eine Kleinstadt mit etwa 45.000 Einwohnern, und wir waren zuletzt 2016 mit dem Schiff hier.

Wismar hat sich viel von seinem Charme bewahrt und weist zahlreiche Zeugnisse seiner Zeit als Mitglied der Hanse sowie seiner mehr als 250-jährigen schwedischen Herrschaft (1648–1903) auf.

Während des Zweiten Weltkriegs war die Stadt nur in begrenztem Umfang von Bombenangriffen betroffen, wodurch viele ihrer Backsteingebäude mit Giebelfassaden und Fachwerkhäuser erhalten blieben.

Wismar gehörte bis zum Fall der Mauer im Jahr 1989 zu Ostdeutschland und stand unter sowjetischer Kontrolle. Viele der Gebäude in der Altstadt sind erhalten geblieben.

Die Hanse war ein Handels- und Verteidigungsbund von Kaufmannszünften und ihren Marktstädten. Im Spätmittelalter beherrschte sie den baltischen Seehandel entlang der nordeuropäischen Küste von der Ostsee bis zur Nordsee sowie im Binnenland. „Hanse“ – später „Hansa“ geschrieben – war das deutsche Wort für einen Konvoi, und dieser Begriff wurde für Gruppen von Kaufleuten verwendet, die zwischen den Hansestädten reisten, sei es zu Lande oder zu Wasser.

Wir beschlossen, in die Stadt zu laufen und einfach ein bisschen herumzuspazieren, da wir vor sechs Jahren bereits an einem Stadtrundgang teilgenommen hatten. Es ist ein bezauberndes Dorf, das scheinbar in der Zeit stehen geblieben ist.

Wir schlenderten an zwei riesigen Kirchen vorbei, der St. Marien-Kirche…

…und die St.-Nikolai-Kirche, eine riesige Kirche im gotischen Stil, die derzeit renoviert wird.

Dort wurde uns wieder einmal bewusst, wie alt diese Stadt ist.

Die Straßen sind alle mit Kopfsteinpflaster gepflastert, und die Stadt strahlt eine wahrhaft zeitlose Atmosphäre des alten Deutschlands aus.

Wir machten Halt in einem Café, das uns das Personal der örtlichen Unterkunft empfohlen hatte. Wir setzten uns an einen schönen Tisch im Innenhof und genossen das einzige Gericht auf der Speisekarte … einen Strudel mit Blumenkohl und Feta-Käse, dazu gab es einen Salat.

Anschließend besuchten wir das Schabbell-Museum, das einen beeindruckenden Überblick über die Geschichte Wismars bot. Das Museum zeichnet die Geschichte Wismars von den frühesten Anfängen im Mittelalter bis hin zum Zweiten Weltkrieg und zur Sowjetzeit nach.

Es war herrlich, gemächlich durch die Stadt zu schlendern und einfach nur die Atmosphäre dieses niedlichen kleinen Städtchens auf mich wirken zu lassen.

Zurück zum Schiff, ein ruhiger Nachmittag und ein Abendessen in unserem Restaurant im Yachthafen.

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